2017.05.05 Biozide und Biostatika, Gesetzgebung, Arbeitsumfeld

Diese 3 Biozide können Krebs verursachen

EU hat die Auswertungen der ersten drei von insgesamt elf Formaldehyd-Freisetzern in der Metallverarbeitung veröffentlicht. Alle drei wurden als krebserzeugend eingestuft und die Unternehmen, die sie weiterhin verwenden, erwarten strenge Beschränkungen.

Nach dem 1. Dezember 2018 werden folgende Stoffe als krebserzeugend eingestuft, so der 10. ATP der EU-Kommission zu CLP:

  • N, N'-Methylen-Bismorpholin, auch bekannt als MBM, CAS 5625-90-1
  • 3,3'-methylen-bis [5-methyloxazolidin], auch bekannt als MBO, CAS 66204-44-2
  • Α, α ', α' '- Trimethyl-1,3,5-triazin-1,3,5 (2H, 4H, 6H) -Triethanol, auch bekannt als HPT, CAS 25254-50-6

Ob Formaldehyd-freisetzende Biozide Krebs erzeugen können, wurde seit langem und von vielen Stellen innerhalb der EU ausgewertet. Die Entscheidung des REACH-Ausschusses steht im Einklang mit der Empfehlung des ECHA-Risikobewertungsausschusses (RAC) vom Dezember 2015. Gemische, die diese Stoffe enthalten, werden nur als krebserzeugend über die gesamte theoretisch freisetzbare Menge eingestuft. Das heißt, wenn Formaldehyd in einer Mischung 0,1%.übersteigt.

Da die Klassifikation weitgehend aus der Freisetzung von Formaldehyd herrührt, gibt es gute Gründe zu glauben, dass auch die verbleibenden acht Formaldehyd-Freisetzer als krebserregend eingestuft werden.

Welchen Einfluss hat das auf mich?

Es ist wichtig, die Liste der Inhaltsstoffe in Ihren Chemikalien zu lesen. Karzinogene Stoffe sollten nicht verwendet werden, wenn es technisch möglich ist, sie zu ersetzen. Wenn eine der oben genannten drei Stoffe, in einem Produkt das Sie verwenden, vorhanden ist, müssen Sie versuchen, sie durch ein anderes Produkt ohne diese Stoffe zu ersetzen oder Ihren Prozess ändern.

Es ist nicht ratsam, zu versuchen, es durch ein anderes, Formaldehyd freisetzendes Biozidprodukt, zu ersetzen, weil dieses wahrscheinlich schon bald die gleiche Klassifizierung erhalten wird. Sogar Isothiazoline erhalten hohe Klassifikationen, lesen Sie mehr in meinem vorherigen Blogpost.

 

Registrierungsanforderungen

Wenn Sie weiterhin ein Produkt mit diesen Formaldehyd-Freisetzern verwenden, muss eine Untersuchung durchgeführt werden, dass das Produkt nicht ersetzt werden kann. Wenn die Untersuchung zeigt, dass es keine anderen Optionen gibt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Produkt sollte in einem geschlossenen System gehandhabt werden, wenn es technisch möglich ist.
  • Für die gesamte Managementkette sind schriftliche Handlungs- und Schutzanweisungen zu schreiben.
  • Je nachdem, wie konzentriert das Produkt verwendet wird, sollten auch Verrohrungen und Tanks mit dem Symbol "berstende Lunge", dem Namen des Produktes und das es Krebs verursachen kann gekennzeichnet sein.
  • Der Arbeitgeber muss auch dokumentieren, welche Arbeitnehmer dem Stoff ausgesetzt sind. Dieses Register muss mindestens 40 Jahre nach Ablauf der Exposition aufbewahrt werden. Das Register muss enthalten:
  1. Name des Mitarbeiters
  2. Arbeitsaufgaben
  3. Chemische Gefährdungsquelle, der der Arbeitnehmer ausgesetzt war
  4. Gemessener oder geschätzter Expositionsgrad

 

Sicherheits-Checkliste

Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, mit der Sie sehen, ob Ihre Abläufe sicher sind, und wo sich noch Lücken haben.

 

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Caroline Sterneryd
Caroline Sterneryd

Som applikationsspecialist sysslar Caroline dagligen med frågor som rör skärvätskor, bakterier och UV. Hon är medlem i Processvätskecentrums Arbetsmiljö- och Hälsagrupp där hon ser till att hålla sig uppdaterad på biociders hälsoeffekter och den allt striktare EU-lagstiftningen. As an application specialist, Caroline is involved on a daily basis with questions that concern metalworking fluids, bacteria and UV. She is member of the Swedish Process Fluid Centre's work environment and health unit, where she makes sure to keep herself updated on biocides' health effects and the more strict EU legislation. Als Anwendungsspezialistin befasst sich Caroline täglich mit Fragen über KSS, Bakterien und UV. Sie ist Mitglied des schwedischen Zentrums für Prozessmedien in der Arbeitsumwelt. Ihre Aufgabe ist, sich über Biozidprodukte auf dem Laufenden zu halten. Sie aktualisiert die Erkenntnisse über deren Auswirkungen auf die Gesundheit und die Informationen über die aktuelle EU-Gesetzgebung.

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